Das Projekt

Mit der Internationalen Bauausstellung 1984 und dem damit verbundenen städtebaulichen Wettbewerb verfolgte der Berliner Senat das Ziel, die Westberliner Innenstadt wieder zum attraktiven Wohnstandort zu entwickeln. Besonders jene Bereiche der Innenstadt, die durch den Bau der Berliner Mauer 1961 in eine Randlage gedrängt wurden, sollten neu belebt werden. Im Rahmen der IBA übernahm auch die Groth Gruppe in Zusammenarbeit mit renommierten internationalen Architekturbüros 1983 ein hochinteressantes Projekt: die Wohnsiedlung Rauchstraße in Berlin-Tiergarten. Das Ergebnis waren attraktive Geschosswohnungsbauten, die wegen ihrer hochwertigen Architektur und der urbanen Grünlage bei den Berlinern bis heute sehr begehrt sind und zum Besuchsprogramm angehender Architekturstudenten gehören.

Architektur:
Prof. Rob Krier, Aldo Rossi, Nielebrock + Partner, Georgio Grassi, Brenner + Tonnon, Valentiny + Herrmann, Hans Hollein
Wohnfläche:
17.022 m²
Wohneinheiten:
239
Weitere Informationen:
geförderter Wohnungsbau im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA)

Die Lage

Als Teil eines zusammenhängenenden Bereiches zwischen dem südlichen Tiergartenrand und dem Landwehrkanal liegt dieses Wohnquartier, mit herausragender bedeutung. Durch die einmalige Grünlage am Neuen See und die Nähe zum Zentrum der Stadt hat die Rauchstraße ihre historische Bedeutung als bevorzugtes bürgerliches Villenviertel bereits im letzten Jahrhundert erlangt. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1987 errichtete Groth + Graalfs hier 239 Wohnungen. Vorausgegangen war 1980 einer der ersten großen Wettbewerbe zur IBA mit internationaler Beteiligung, zu dem 67 Arbeiten eingereicht wurden. Die Entscheidung fiel zugunsten des Konzeptes von Rob Krier.